Dienstag, 29. April 2008

Nazbo Rap II

Der Will ist ein Kumpel von mir und Student an der Point Loma Nazarene University in Kalifornien. Mit ein paar anderen Verrückten hat er nun an den Erfolg ihres Debuts "Nazbo Rap I" angeknüpft und das hier produziert:



Läuft.

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Montag, 21. April 2008

Der Weg den keiner gehen möchte - 3

"Wer aber sein Leben um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verliert, wird es retten." (Jesus, Markus 8,35).

Das ist jetzt der Clou von dem Weg, den keiner gehen möchte: wir werden gerettet, wenn wir uns selbst verlieren. Wie verlieren wir unser Leben um seinetwillen? Indem wir alles was wir haben und sind in Ihn und in die gute Nachricht investieren. Indem wir beten: "Herr, hier ist mein Haus, mein Scheckbuch, meine Gaben, meine Talente, mein Verstand, meine Hände, meine Füße, mein Mund. Hier - es ist dein. Gebrauche all das um dich selbst zu verherrlichen. Gebrauche all das, damit dein Wille auf dieser Erde geschieht."

Das ist ein superriskantes Gebet und hört sich nicht besonders weise an. Alles aufgeben? Was hab ich denn dann davon?

Am Ende aller Zeiten, wenn die Geschichte hier auf Erden zu Ende ist, ist es dann noch wichtig, was ich davon habe? Was zählt dann überhaupt noch? Nichts, außer das Reich Gottes, welches bestehen bleibt. Es lohnt sich also in das Reich Gottes zu investieren, weil diese Investitionen die einzigen sind, die sich letztendlich wirklich auszahlen. Wer alles verliert, wird gewinnen! Klingt komisch, ist aber so.

Jim Elliott hat es so formuliert: "Der ist kein Narr, der loslässt, was er nicht behalten kann, um das zu gewinnen, was er nicht verlieren kann."

Und Paulus schrieb: "Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat. Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe und mit ihm eins werde... Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe, damit auch ich eines Tages von den Toten auferweckt werde!" (Philipper 3:7-11).

Ziemlich krasse Worte, herausfordernd und vielleicht auch abschreckend. Drum ist die Nachfolge ein schwerer Weg, den keiner gehen möchte, weil er weh tut. Aber Jesus selbst ist auch den schweren Weg gegangen. Ohne Kreuz, kein Ostern. Ohne Tod, keine Auferstehung. Das galt für Jesus, und das gilt auch für uns.

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Freitag, 18. April 2008

Der Weg den keiner gehen möchte - 2

"...sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen." (Jesus, Markus 8,34).

Auch das mit dem Kreuz ist irgendwie nicht so einfach zu verstehen. Viele interpretieren das als "aushalten" oder "ertragen", wenn man zum Beispiel krank ist oder finanzielle Probleme hat, dann sagt man: "Ja, das ist eben das Kreuz, das mir auferlegt wurde." Aber die Worte von Jesus deuten auf mehr. Für die Menschen damals muss das abstoßend und widerwärtig geklungen haben, weil das "Kreuz tragen" eigentlich nur den Verbrechern aufgezwungen wurde, die ihr eigenes Exekutionsinstrument durch die Straßen tragen mussten - zum Spott des Pöbels.

Ein Verbrecher nahm sein Kreuz nur auf sich nachdem er zum Tode verurteilt wurde. Wenn ein Verbrecher also sein Kreuz durch die Straßen trug, dann war er schon ein toter Mann. Auf dem Weg zur Kreuzigung war er gezwungen alle irdischen Hoffnungen loszulassen. Sein Leben war zu Ende.

Jesus sagt also, dass ein Christusnachfolger im Grunde bereits tot ist. Wer ihm nachfolgt soll seine irdischen Hoffnungen und Träume begraben, ebenso alle eigenen Pläne und Ambitionen. Denn Jesus will unsere Pläne mit seinen Plänen ersetzen. Er will unsere Träume mit seinen Träumen ersetzen. Er will unsere Hoffnungen mit ihm selbst, der personifizierten Hoffnung, ersetzen.

Das ist mühevoll, aber es befreit auch. Und trotzdem ein schwerer Weg, den keiner gehen möchte, weil er weh tut. Aber Jesus selbst ist auch den schweren Weg gegangen. Ohne Kreuz, kein Ostern. Ohne Tod, keine Auferstehung. Das galt für Jesus, und das gilt auch für uns.

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Mittwoch, 16. April 2008

Der Weg den keiner gehen möchte - 1

"Wenn jemand mir nachfolgen will muss er sich selbst verleugnen..." (Jesus, Markus 8,34).

Das "sich selbst verleugnen" wird oft missverstanden. Das Wort das hier gebraucht wird bedeutet "widerstehen", "abweisen", "weigern" - nein sagen. Im Neuen Testament finden wir das Wort ziemlich häufig. Zum Beispiel, nachdem Jesus verhaftet wurde und Petrus seine Hände an einem Feuer wärmt. Drei mal wurde er gefragt ob er nicht zu Jesus gehört und drei mal verleugnete er, "Ich kenne ihn nicht." Verleugnen heißt soviel wie: "Ich kenne diese Person nicht."

Sich selbst verleugnen heißt also nicht unbedingt gewisse Gegenstände rauszuschmeißen. Es bedeutet auch nicht seinen Selbstwert aufgeben zu müssen. Es bedeutet nicht seine Gefühlen zu verweigern. Manche sagen einem ja, dass wenn man Freude an der Nachfolge hat, dann stimmt was nicht; aber sich selbst verleugnen heißt auch nicht, dass man die Freude rausschmeißen muss. Und: Sich selbst verleugnen heißt nicht, dass man den Verstand ausschalten muss.

Sich selbst verleugnen heißt zur eigenen Selbstherrschaft nein zu sagen. Nein zu sagen zu dem Ego in mir, dass regieren möchte, Ansprüche erhebt und Begierden stillen möchte. Das ist eine Entscheidung, die wir immer wieder treffen müssen: "Nein, ich verleugne mich selbst, ich kenne diese Person, dieses Ego in mir, nicht. Ich werde mich ihm / ihr nicht mehr unterwerfen."

Jesus sagt uns, dass wir zu uns selbst nein sagen müssen, damit wir zu ihm ja sagen können. Ein schwerer Weg, den keiner gehen möchte, weil er weh tut. Aber Jesus selbst ist auch den schweren Weg gegangen. Ohne Kreuz, kein Ostern. Ohne Tod, keine Auferstehung. Das galt für Jesus, und das gilt auch für uns.

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Der Weg den keiner gehen möchte - Intro

Es gibt Straßen und Wege auf der Welt, die will man nicht gehen. Die sehen schon ungemütlich und gefährlich aus, warum sollte man sich das antun?

Das zum Beispiel ist in Bolivien...



...das in China...


...und das in Sibirien.


Jesus hat gesagt, dass der Weg der Nachfolge auch nicht so ganz ohne ist. Jesus nachzufolgen ist schwierig und kostet. Und darum sind wir im Grunde auch nicht so wirklich scharf drauf Jesus nachzufolgen. Ein Blick in die Gemeinden zeigt uns, dass wir die Herausforderung nicht annehmen wollen oder können. Dort wo sich die Jesusnachfolger versammeln sehen wir:
- Neid (der andere hat was, was ich nicht habe)
- Konkurrenzdenken (ich will mehr erreichen als der andere)
- Streit (es muss alles so laufen, wie ich es mir vorstelle)
- Überempfindlichkeit (niemand schenkt mir Anerkennung)
...

Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Besitz verdient haben; wir basteln an unserer Zukunft ohne das Reich Gottes mit einzuplanen; und wir vergeuden unsere Reichtümer und Gaben um unsere eigenes Reich zu bauen. Typisch deutsch!? Oder sogar ein universales Problem?

In dieser kleinen Blogreihe will ich mal schreiben, wie sich Jesus die Nachfolge eigentlich vorgestellt hat.

"Aber kommt nicht, ehe ihr nicht die Kosten berechnet habt. Denn wer würde mit dem Bau eines Hauses beginnen, ohne zuvor die Kosten zu überschlagen und zu prüfen, ob das Geld reicht, um alle Rechnungen zu bezahlen?" Lukas 14,28

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Dienstag, 1. April 2008

Gewächshaus

Ein kleiner Gedanke für den Aprilstart. C.S. Lewis ist der Autor von einem richtigen Kracher: Mere Christianity (deutscher Titel: Pardon, ich bin Christ). Leider ist die deutsche Fassung, wie ich finde, nicht so Bombe wie die Englische.



Hier ein Gedanke aus dem Buch, über den ich heute nachdenken musste (frei aus dem Englischen...):

"Ein Christ ist, verglichen mit den Menschen um ihn herum, in einer anderen Ausgangslage. Die Menschen um ihn herum versuchen gut zu sein und hoffen dadurch Gott zu gefallen, falls es ihn gibt; oder - wenn sie denken, dass es ihn nicht gibt - tun sie Gutes in der Hoffnung von guten Menschen Anerkennung zu bekommen. Ein Christ hingegen weiß, dass all das Gute, was er tut aus dem Christusleben in ihm kommt. Wir glauben nicht, dass Gott uns liebt, weil wir gut sind, sondern dass Gott uns zu guten Menschen macht, weil Er uns liebt. Das Dach von einem Gewächshaus zieht ja keine Sonnenstrahlen an, weil es glänzt. Es wird glänzend gemacht, weil die Sonne darauf scheint."

Muss man vielleicht ein-, zweimal lesen. Ich find, das sagt so ziemlich alles aus. Und wie oft bin ich einer, der meint Gottes Anerkennung verdienen zu können (oder verdient zu haben), weil ich mich besonders gut finde. Hab heute wieder mal lernen dürfen, dass Gott es ist, der meine matten Scheiben zum Glänzen bringt!

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