Mittwoch, 26. März 2008

Kühlschränke für diese Welt

Heute mal wieder was soziales. Muss sein. Aber erstmal dieser Clip:



Ok. *Räusper* Kommen wir zur Sache. Bjørn Lomborg ist ein umstrittener Umweltforscher aus Dänemark, der soeben mit seinem neuen Buch Cool it! die ganze Klimawandeldiskussion wieder mal angeschupst hat. Seiner Meinung nach ist die Darstellung in den Medien zu den Folgen des Klimawandels übertrieben, weil die niedlichen Eisbären eigentlich gar nicht aussterben, sondern von Jägern erschossen werden. Lomberg schreibt, dass es besser wäre, wenn man Zeit und Geld in die humanitären Probleme dieser Welt, wie Unterernährung, Wasserversorgung, Krankheiten und Bildung, investieren würde.



Lomberg schreibt: "Es gibt viele Probleme da draußen. In einer idealen Welt würden wir all diese Probleme lösen. Aber das tun wir nicht. Wir lösen nicht alle Probleme." Und da hat er Recht. Und der Menschheit kann ich das irgendwie auch nicht all zu übelnehmen. Aber als Christ muss ich mich selbst und meine "Artgenossen" fragen, warum wir uns soweit von den Problem der Welt zurückgezogen haben. Es kann doch nicht sein, dass wir uns als aktive Bekämpfer der Weltprobleme bezeichnen, nur weil unsere Ortsgemeinde ein paar Missionarsfamilien nach Afrika ins Krankenhaus geschickt hat.

Wir sind Bürger im Reich Gottes, richtig. Aber das Reich Gottes hat auch schon angefangen, und das vergessen wir irgendwie. Wir freuen uns so sehr auf den Himmel, dass uns der Planet Erde egal geworden ist, ja, dass wir nicht mal mehr wissen, was wir hier mit unserer Zeit anfangen sollen. Klar, wir staunen über die Schöpfung, aber die Verantwortung ihr gegenüber haben wir irgendwie vergessen (1. Mose 1,28).

Als Bürger im Reich Gottes sollten wir uns auch benehmen wie solche - Friedenstifter, Gerechtigkeitskämpfer, Freudeschenker. Und das hebräische Wort Shalom bedeutet genau das: Frieden, Gerechtigkeit und Freude. Die Welt sähe anders aus (und Lomberg wäre glücklich), wenn wir Christen diese drei in die Welt bringen würden.

Jesus hat gesagt, dass wir das Salz der Erde sind. Die Volxbibel hat das ganz wunderbar übersetzt mit: "Ihr seid wie ein Kühlschrank für diese Welt. Ohne euch würde alles Gute vergammeln" (Matthäus 5,13). Das bringt es auf den Punkt, weil zu Jesu Zeiten das Salz dazu verwendet wurde, Lebensmittel länger frisch zu halten. Und in der Zeit des Klimawandels, in welcher Form auch immer, hat dieser Satz eine ganz neue Bedeutung.

Drum kann ich nur nochmals für den P.E.A.C.E. Plan Werbung machen. Es wird wirklich Zeit, liebe Geschwister! Wer niemals anfängt, wird auch nie etwas zustande bringen. In diesem Sinne: Save a tree, eat a beaver.


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Dienstag, 18. März 2008

...für dich gebrochen.

Osterhasen und Schokoladeneier find ich gut. Ferien auch. Und Jesus sowieso. Weil Ostern ist ja sein Fest. Verraten, verhaftet, verhört, verurteilt, gekreuzigt, begraben - und dann am dritten Tage ist er auferstanden von den Toten. Er lebt und wir sollen auch leben. Wir sind erlöst, frei, wieder gut mit dem Vater...

Und jetzt erschrecke ich einmal mehr über mich selbst wie selbstverständlich ich das alles hin nehme, und wie kalt es mich eigentlich lässt. Die' Kreuzigung war natürlich furchtbar, aber ich weiß ja, dass es nachher gut ausgeht. Happy End! Also mache ich an Karfreitag wieder einen auf betrübt und zwei Tage später setze ich mein erlöstes Lächeln auf und grüße die anderen Gemeindemitglieder beim Osterfrühstück mit: "Der Herr ist wahrhaftig auferstanden." Alles ist wieder im Grünen und darum suchen wir jetzt die Schokoladeneier. Aber was Jesus für mich getan hat lässt mich im Grunde kalt.

Liegt es daran, dass wir aus der Ostergeschichte eine Frühjahrsurlaubtradition gemacht haben? Liegt es an dem bösen Osterhasen, der von der Hauptsache ablenkt? Liegt es daran, dass man die Ostergeschichte vielleicht zu oft erzählt hat? Aber kann man sie nicht oft genug hören? Ich frage mich beim diesjährigen Osterfest, wie es wohl den Jüngern damals ergangen ist. Sie wussten ja nichts von dem Happy End. Ich versuche mich in ihre Situation hineinzuversetzen, ihre Unterhaltungen (oder ihr Schweigen) zu hören, ihre Trauer zu spüren, der Selbstvorwurf, das Gefühl auf etwas reingefallen zu sein... denn der Meister ist tot.

Im Garten Gethsemane, als Jesus seine Freunde brauchte, sind sie eingeschlafen. Als Jesus verhaftet wurde rannten sie davon. Während Jesus von Hannas und Kaiphas verhört wurde, verleugnet Petrus drei mal, dass er Jesus kennt. Und Judas hatte genug von Jesus und verriet ihn an seine Mörder. Sie hatten ihn alle im Stich gelassen – und jetzt war er tot.

Zwei von ihnen liefen auf der Straße nach Emmaus. Man sah ihnen an, dass sie traurig waren. Ihre Körperhaltung war gebeugt, ihre Gesichter bekümmert, ihre Bewegungen langsam. Sie schauten sich nicht an, sprachen kaum ein Wort miteinander. Und obwohl sie die Straße entlang liefen, hatten sie kein wirkliches Ziel. Sie gingen nach Hause, doch Zuhause war nicht mehr die Heimat.

Es war erst einige Jahre her, als sie jemanden trafen, der ihr Leben verändern sollte. Sie ließen damals alles zurück und folgten diesem Fremden und seinen Freunden nach. Und er machte alles neu, er gab ihnen einen Lebenssinn und ein Ziel. Sie hörten ihn predigen, sahen wie er Menschen heilte und Sündern ihre Schuld vergab. Sie dachten, er wäre der Messias, der das Volk befreien würde. Doch nun war er tot. Die Hoffnung wurde begraben. Aus Alles wurde Nichts. Sie hatten ihn verloren, und nicht nur ihn, sondern auch sich selbst.

Nach einer Weile nahte sich ihnen der Auferstandene und er ging mit ihnen, aber sie erkannten ihn nicht. Sie erzählten ihm was geschehen war, denn er hatte offensichtlich nichts davon mitbekommen. Am Abend luden sie ihn zum Essen ein und als er das Brot brach... da erkannten sie ihn plötzlich! Unbeschreiblich, unfassbar, ja unglaublich, und doch wahr. Im selben Moment verschwand er von ihnen. Sie gingen sofort zurück nach Jerusalem – diesmal rannten sie so schnell sie konnten – um dort den anderen Jüngern zu erzählen: "Der Herr ist wahrhaftig auferstanden."

Wie wünsche ich mir dieses Feuer, diesen Tatendrang, diese Freude über den Auferstanden, die mich zu anderen hin bewegt um ihnen von dem lebendigen Jesus zu erzählen. Der Jesus, dem ich so oft untreu bin, den ich so oft im Stich lasse und der sich doch selbst hingeben hat und zu mir sagt: "Nimm, für dich gebrochen."

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Montag, 10. März 2008

Hörenswert: Cacau im Jesustreff

Am Samstag hat er noch mit 2 Toren Werder Bremen abgeschossen...


und dafür sind wir ihm alle dankbar...


... am Sonntag war er dann im Jesustreff und hat gepredigt: Cacau vom VfB Stuttgart.


Hier kannst du dir seine Predigt anhören.

Ein Punkt, den ich hier nochmal hervorheben möchte: "Wir sollen getrennt von der Welt leben, dass die Leute merken, dass wir anders sind. Nicht dass du immer nur erzählst sondern auch danach lebst!" Wie das geht zeigt uns Uli Hoeneß:


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Donnerstag, 6. März 2008

Gesellschaftliche Entwicklungen... Der Versuch einer Analyse

Das Evangelium wird immer durch das Medium "Gesellschaft" vermittelt. Deshalb muss die Kirche "gesellschaftsrelevant" sein, wenn sie dem Missionsauftrag treu sein möchte. Ich bin überzeugt, dass es für Christen absolut wichtig ist, die Gesellschaft, in der sie sich bewegen zu studieren und Einflüsse wahrnehmen und identifizieren. In letzter Zeit begegne ich da so einigen ganz interessanten Entwicklungen, die ich hier gerne mal aufschreiben möchte. Vieles davon ist subjektiv, aber ich beobachte...

... ein zunehmendes Interesse in Esoterik.

Seit einigen Jahren schon gibt es immer mehr TV Sender, die auf Astrosendungen schwören. Die Zuschauer können anrufen um vom Kartenleser oder Sterndeuter Antworten auf ihre Lebensfragen zu bekommen. Seit einigen Wochen boomen nun die esoterischen Mega-Seller, die die Erfüllung aller Wünsche garantieren: Du kannst alles haben oder sein, was Du willst. Am erfolgreichsten sind in Deutschland: der Film- und Fernsehstar Pierre Franckh, die Fotoreporterin Bärbel Mohr, die Spiritisten Esther & Jerry Hicks, der verurteilte Titelhochstapler "Prof. Dr." Kurt Tepperwein und neuerdings die australische Fernsehproduzentin Rhonda Byrne mit ihrem Millionen-Buch- und DVD-Hit "The Secret - Das Geheimnis". Im Radarschatten der Öffentlichkeit hat sich eine neue Bewusstseins-Industrie etabliert: Extrem-Wünsching. In Büchern und DVDs verbreiten die Bestseller-Gurus eine verführerische Botschaft: Das Universum ist ein gigantisches Versandhaus und sendet dir alles, was du willst. Egal, ob Autos oder Jobs, Sexpartner oder Krebs weg. Du bestellst, das Universum liefert. Sofort. Mit Garantie. Einziges Investment: der Glaube, dass es klappt.

("The Secret" von Rhonda Byrne)



... eine zunehmende Faszination an der Mystik.

Im Abendprogramm der Haupt-TV-Sender sieht man schon seit Jahren TV-Shows wie "Buffy im Bann der Dämonen", "AkteX", "Sabrina Total verhext", "Ghost Whisperer Stimmen aus dem Jenseits" oder "Angel, Jäger der Finsternis". Dazu gibt es auch schon seit einer Weile die vermeintlich “wissenschaftlichen” Sendungen wie "Galileo Mystery". Seit Anfang 2008 dominiert jedoch die Sendung "The Next Uri Geller" die Einschaltquoten, eine Castingshow die den Nachfolger von Magier Uri Geller gesucht und gefunden hat. Uri Geller behauptet von sich übernatürliche Kräfte zu haben. Anlässlich der TV-Show liess die Fernsehzeitschrift "TV Guide" den Glauben an übersinnliche Phänomene befragen. Ergebnis: Jeder Vierte ist überzeugt, dass Tischerücken und Löffelverbiegen allein durch Gedanken möglich ist. Übernatürliches ist schwer im Kommen!

("The Next Uri Geller" Pro7)



... ein zunehmender Einfluß des Humanismus.

Die Postmoderne ist die Zeit, in der alles relativ ist. Absolute Wahrheiten gibt es nicht mehr. Alles wird toleriert, ausgenommen Ideologien, die die Wahrheit für sich beanspruchen (ironisch eigentlich). Dass an diesem Punkt Gesellschaft und Glaube aneinander gerät war vorauszusehen. Das Kinderbuch "Wo bitte geht's zu Gott" ist derzeit ein Bestseller. Es will Kinder auf humorvolle Weise über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam aufklären. Die Frage, ob einem religionsfreien Kind "etwas fehlt", wird dabei aus der Perspektive des weltlichen Humanismus beantwortet: "Und die Moral von der Geschicht': Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht ..."

("Wo bitte geht's zu Gott" von Michael Schmidt-Salomon)



... eine zunehmende Offensive gegen Evangelikalismus.

Die eben beschriebene Intoleranz gegenüber Religion beobachte ich derzeit als aggressiver als zuvor. Die Angst vor dem Fundamentalismus im Islam dominiert schon seit dem 11. September die westliche Gesellschaft. Dass Fundamentalismus aber nicht nur ein muslimisches Problem ist, sondern auch ein christliches wird erst jetzt mehr und mehr wahrgenommen. Sicherlich ist die derzeitige Christival-Debatte ein gutes Beispiel für diese Entwicklung: Evangelikale können Homosexualität nicht tolerieren und sind deshalb Fundamentalisten und somit eine gesellschaftliche Gefahr. Neben der Christival-Debatte gibt es derzeit mehrere TV-Dokumentationen, die den Evangelikalismus als eine Bedrohrung präsentieren, wofür sie von der breiten Masse sowie von Filmkritikern viel Zustimmung erhalten. Der amerikanische Film "Jesus Camp" dokumentiert ein Sommerferienlager, in dem Kinder einer emotionalen Gehirnwäsche unterzogen werden. In Deutschland macht derzeit der Film "Jesus liebt dich" auf sich aufmerksam, weil der die Evangelikalen als fanatische Missionare portraitiert. Für die meiste Furore sorgt sicherlich der Film "Zeitgeist", in dem der christliche Glaube durch astrologische "Beweise" als größe Lüge aller Zeiten dargestellt wird.

(Ein Ausschnitt aus dem Film "Zeitgeist" - englisch)


Diese Entwicklungen sind erschreckend, aber keinesfalls erstmalig in der Geschichte der Menschheit. Es ist interessant, dass die Christen nun nach etwa 17 Jahrhunderten der "Kirchendominanz", erstmals wieder so stark mit dem Säkularismus konfrontiert sind. Unsere Welt gleicht der griechisch-römischen Welt zur Zeit Jesu in erstaunlich vielen Bereichen.

Sicherlich haben wir durch die Industrialisierung einen ganz anderen Lebensstandart errungen. Durch die Aufklärung sind wir im Stande zu diskutieren und lösen nicht jede Meinungsverschiedenheit mit Blutvergießen. Und dank Internet und Kommunikation sind wir globalisiert. All das ist anders.

Aber als die Jünger in Jerusalem anfingen, und dann nach Judäa und Samarian und schließlich in die ganze Welt gingen um seine Zeugen zu sein (Apostelgeschichte 1,8), waren sie mit einer Welt konfrontiert, die spirituell pluralistisch war, in Magie und Mystik glaubte, Absolutheiten nicht tolerierte und von neuen Philosophien wie Gnostizismus, Stoa und Epikureismus geformt und geprägt wurde.

Wenn die Jünger es schafften, Jesus in dieser Welt kund zu machen, dann ist es uns doch auch möglich, die Gute Nachricht von Jesus in unsre Gesellschaft zu bringen. Das Christentum als Brauch mag tot sein (und das ist vielleicht sogar ganz gut so), aber Christus lebt und sein Vater will, dass "jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt" (1 Tim 2,4).

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Montag, 3. März 2008

Christliche Musicvideos

Hier die Besten, unkommentiert.

Steve Hughes - Takeaway


Arne Kopfermann - Vergiss es nie


Tim Hawkins - Take the Reel



:)