Freitag, 15. August 2008

Mittwoch, 9. Juli 2008

Freitag, 6. Juni 2008

How Great Is Our God

(Die folgenden Bilder sind (fast alle) von National Geographic. Click to enlarge!)

Psalm 104,5-25: "Du hast die Erde auf ein festes Fundament gestellt, sodass sie durch nichts mehr zu erschüttern ist. Wasserfluten bedeckten die Erde wie ein Kleid, hoch über den Bergen standen die Wassermassen...


... doch auf deinen Befehl hin floh das Wasser, vor dem Grollen deines Donners zog es sich zurück. Berge schoben sich auf und Täler entstanden so hoch oder tief, wie du es bestimmt hast. Dann hast du dem Meer eine Grenze gesetzt, damit es die Erde nicht mehr bedecke...


... aus Quellen lässt du Bäche in die Täler hinabströmen, zwischen den Bergen fließen sie dahin. Sie bringen den Tieren Wasser und stillen den Durst der wilden Esel. An den Wasserläufen nisten Vögel und singen im Geäst der Bäume. Vom Himmel schickst du Regen in die Berge, du schenkst der Erde reiche Frucht, die du geschaffen hast. Du lässt Gras für das Vieh wachsen und Pflanzen sprießen, zum Nutzen für die Menschen, damit die Erde ihnen Nahrung gibt. Du gibst Wein, der sie fröhlich macht, Öl, das den Körper pflegt, und Brot, das ihnen Kraft schenkt...


...auch die Bäume des Herrn sind gut versorgt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat...


... die Vögel bauen in ihnen ihre Nester, und die Störche wohnen in den Zypressen. Hoch auf den Bergen liegen Weiden für die Steinböcke, und die Felsen bieten den Klippdachsen Zuflucht. Du hast den Mond geschaffen, um die Jahreszeiten zu bestimmen, und die Sonne, die weiß, wann sie untergehen muss...


...du hast die Dunkelheit geschickt, und es wird Nacht, in der sich alle Tiere des Waldes regen...


...dann brüllen die jungen Löwen nach Nahrung, die auch sie von Gott erwarten. Bei Morgengrauen verstecken sie sich an ihren Lagerplätzen, um zu ruhen...


...dann machen die Menschen sich an ihre Arbeit und haben zu tun, bis es wieder Abend wird...








...Herr, welche Vielfalt hast du geschaffen! In deiner Weisheit hast du sie alle gemacht. Die Erde ist voll von deinen Geschöpfen...







...da ist der Ozean, groß und weit, in dem es von Leben aller Art wimmelt, von großen und kleinen Tieren."




Jesaja 45,18: "Dies spricht der Herr, der den Himmel geschaffen hat, der Gott ist, der die Erde geformt und gemacht hat. Er hat sie gegründet. Nicht als Wüste geschaffen hat er sie, sondern zum Bewohnen.»Ich bin der Herr«, spricht er, »einen anderen gibt es nicht."



Hiob 9,10: "Seine Werke sind zu wunderbar, als dass ein Mensch sie begreifen könnte. Er vollbringt unzählige Wunder."

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Samstag, 31. Mai 2008

Männer, fallt euch in die Arme!

Aufm Christival gabs erstaunlich viele Leute, die mit ihren "Free-Hugs"-Schildern rumgelaufen sind um andere zu umarmen. Christ hin oder her, wir sind trotzdem fremd! Muss des sein? Aber wer drauf steht...



Hab heute dieses lustige und hilfreiche Video entdeckt. Ich denke, alle echten Kerle, denen es unangenehm ist, dass die Christen sich so viel umarmen, können davon profitieren. Und außerdem steht ja die EM an... Hug-Attacken ohne Ende, denn auch dieser Weg wird kein leichter sein!



PS: 29. Juni 2008. Ernst-Happel-Stadion, Wien. Deutschland vs. EM-Zweiter (kleine Prophetie).

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Dienstag, 20. Mai 2008

Sind wir hier im Zoo?

Die ganze Affenbande brüllt... Da arbeitet manch einer wie ein Ochse, und andere sagen, dass er alles total verbockt hat. Es gibt tatsächlich Christen, die meinen, dass im ganzen System der Wurm drinsteckt. Die suchen sich dann die schwarzen Schafe aus und machen sie öffentlich zur Schnecke. Ich glaub, mich tritt ein Pferd, das ist unter aller Sau!



Der Dan Lucarini veröffentlicht das Buch "Worship zum Abwinken", indem er die ganze Worshipszene als götzenverehrende New Age Methode abschreibt. Der Karl-Hermann Kauffmann reist quer durch Deutschland um Vorträge zum Thema "Die charismatische Bewegung - Verführung oder Erweckung?" zu halten. Und der John MacArthur und der Bob DeWaay haben nicht besseres zu tun als gegen Rick Warren's "Leben mit Vision" zu predigen und ihn als Verführer darzustellen. Das geht ja echt auf keine Kuhhaut...

Heute bin ich wieder auf so einen "liebenden Bruder" gestoßen. Der Rudolf Ebertshäuser schreibt auf seiner Website das Wort der Wahrheit. Und da wird so ziemlich vor allem gewarnt, was man sich denken kann: Worship, Rick Warren, Willow Creek, Emerging Church, Charismatiker, Volxbibel, Ökumene, Pro Christ etc... Und ich frag mich, warum? Ganz ehrlich, was soll der Bockmist? Haben wir denn nichts besseres zu tun, als uns gegenseitig zu kritisieren und uns voreinander zu warnen? Da wird ja das Huhn in der Pfanne verrückt...

Ich find's ganz interessant, dass das offenbar kein neues Problem ist. Sogar die Gemeinde in Korinth hat sich darüber gestritten, welche Lehre denn nun die Wahre ist und zu wem man gehören soll. Dazu schreibt Paulus:

"Wenn einer von euch erklärt: "Ich bin ein Anhänger von Paulus", während der andere sagt: "Ich gehöre zu Apollos", handelt ihr da nicht wie Menschen, die Christus gar nicht kennen? Wer ist denn Apollos und wer ist Paulus, dass ihr euch unseretwegen streitet? Wir sind doch nur Diener. Durch uns hat Gott euch zum Glauben geführt; jeder von uns tat die Arbeit, die der Herr ihm auftrug. Meine Aufgabe bestand darin, den Samen in eure Herzen zu pflanzen, und Apollos hat ihn bewässert; aber es war Gott - nicht wir -, der ihn wachsen ließ. Wichtig ist nicht der, der pflanzt oder bewässert, wichtig ist Gott, denn er lässt den Samen wachsen. Derjenige, der pflanzt, und derjenige, der bewässert: Beide arbeiten zusammen auf dasselbe Ziel hin. Belohnt aber wird jeder für sich, entsprechend seiner Arbeit. Wir arbeiten Hand in Hand an derselben Sache als Menschen, die zu Gott gehören. Ihr seid Gottes Acker, sein Bauwerk - nicht unseres." (1. Korinther 3:4-9).

Das ist so ein bisschen wie beim Autofahren. Die meisten von uns fahren mit der "Leben und leben lassen"-Philosophie: Ich werd dich nicht stören, und du kommst mir auch nicht in die Quere. Aber manche die fahren mit der "Die Straße gehört mir haha und ich werd dich die Brücke runterjagen"-Philosophie. Und zu denen sagt Paulus, dass sie sich selbst nicht so wichtig nehmen sollen. Schau einfach nur, dass du auf der Straße bleibst. Kannst in einem Affenzahn fahren oder im Schneckentempo, Hauptsache dein Ziel stimmt.

Ich weiß, dass dieser Blogpost mit dem Zeigefinger auf die (Zeige-)Fingerzeiger zeigt. Aber mir brennt das echt unter den Nägeln. Hört auf zu streiten und hört auf aufzuhetzen. So jetzt isses raus! Kikerikie, der Hahn hat gekräht.

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Dienstag, 13. Mai 2008

Dave empfiehlt: Al Gordon


Al Gordon ist einer der beiden Worshipleader in der Holy Trinity Brompton Gemeinde in London, England. Das ist eine der größten anglikanischen Gemeinden in Großbritannien und übrigens auch die Gemeinde, die den Alphakurs erfunden hat. Al hat jetzt seine erste EP aufgenommen, schön produziert vom Delirious-Mischer Trevor Michael. Die neuen Songs haben das Potential sich in den Gemeinden durchzusetzen und allein schon deshalb ist diese EP empfehlenswert!

"Future Sound" gibts bei iTunes zum downloaden.

Schönes Ding!

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Mittwoch, 7. Mai 2008

Matt Redman Interview

Die letzten Tage war ich auf dem Christival in Bremen. Es war wirklich ein Kracher, so viele Leute, so viel Bewegung, so viel Aufbruch... da geht was! Persönliches Highlight war für mich das Matt Redman-Konzert am Samstag abend. Ich saß neben einem Kumpel und wir haben nur gestaunt wieviele gute Lieder dieser Mann geschrieben hat und was für ein Segen er global für unsere Generation ist... brutal.

Ich hatte das Vorrecht für Sound7 ein Interview mit dem Songschreiber aus England zu machen und durfte feststellen, dass dieser Mann total bescheiden und auf dem Boden geblieben ist.



Hier kannst du das Interview lesen. Er hat einige interessante Dinge gesagt!

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Dienstag, 29. April 2008

Nazbo Rap II

Der Will ist ein Kumpel von mir und Student an der Point Loma Nazarene University in Kalifornien. Mit ein paar anderen Verrückten hat er nun an den Erfolg ihres Debuts "Nazbo Rap I" angeknüpft und das hier produziert:



Läuft.

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Montag, 21. April 2008

Der Weg den keiner gehen möchte - 3

"Wer aber sein Leben um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verliert, wird es retten." (Jesus, Markus 8,35).

Das ist jetzt der Clou von dem Weg, den keiner gehen möchte: wir werden gerettet, wenn wir uns selbst verlieren. Wie verlieren wir unser Leben um seinetwillen? Indem wir alles was wir haben und sind in Ihn und in die gute Nachricht investieren. Indem wir beten: "Herr, hier ist mein Haus, mein Scheckbuch, meine Gaben, meine Talente, mein Verstand, meine Hände, meine Füße, mein Mund. Hier - es ist dein. Gebrauche all das um dich selbst zu verherrlichen. Gebrauche all das, damit dein Wille auf dieser Erde geschieht."

Das ist ein superriskantes Gebet und hört sich nicht besonders weise an. Alles aufgeben? Was hab ich denn dann davon?

Am Ende aller Zeiten, wenn die Geschichte hier auf Erden zu Ende ist, ist es dann noch wichtig, was ich davon habe? Was zählt dann überhaupt noch? Nichts, außer das Reich Gottes, welches bestehen bleibt. Es lohnt sich also in das Reich Gottes zu investieren, weil diese Investitionen die einzigen sind, die sich letztendlich wirklich auszahlen. Wer alles verliert, wird gewinnen! Klingt komisch, ist aber so.

Jim Elliott hat es so formuliert: "Der ist kein Narr, der loslässt, was er nicht behalten kann, um das zu gewinnen, was er nicht verlieren kann."

Und Paulus schrieb: "Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat. Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe und mit ihm eins werde... Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe, damit auch ich eines Tages von den Toten auferweckt werde!" (Philipper 3:7-11).

Ziemlich krasse Worte, herausfordernd und vielleicht auch abschreckend. Drum ist die Nachfolge ein schwerer Weg, den keiner gehen möchte, weil er weh tut. Aber Jesus selbst ist auch den schweren Weg gegangen. Ohne Kreuz, kein Ostern. Ohne Tod, keine Auferstehung. Das galt für Jesus, und das gilt auch für uns.

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Freitag, 18. April 2008

Der Weg den keiner gehen möchte - 2

"...sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen." (Jesus, Markus 8,34).

Auch das mit dem Kreuz ist irgendwie nicht so einfach zu verstehen. Viele interpretieren das als "aushalten" oder "ertragen", wenn man zum Beispiel krank ist oder finanzielle Probleme hat, dann sagt man: "Ja, das ist eben das Kreuz, das mir auferlegt wurde." Aber die Worte von Jesus deuten auf mehr. Für die Menschen damals muss das abstoßend und widerwärtig geklungen haben, weil das "Kreuz tragen" eigentlich nur den Verbrechern aufgezwungen wurde, die ihr eigenes Exekutionsinstrument durch die Straßen tragen mussten - zum Spott des Pöbels.

Ein Verbrecher nahm sein Kreuz nur auf sich nachdem er zum Tode verurteilt wurde. Wenn ein Verbrecher also sein Kreuz durch die Straßen trug, dann war er schon ein toter Mann. Auf dem Weg zur Kreuzigung war er gezwungen alle irdischen Hoffnungen loszulassen. Sein Leben war zu Ende.

Jesus sagt also, dass ein Christusnachfolger im Grunde bereits tot ist. Wer ihm nachfolgt soll seine irdischen Hoffnungen und Träume begraben, ebenso alle eigenen Pläne und Ambitionen. Denn Jesus will unsere Pläne mit seinen Plänen ersetzen. Er will unsere Träume mit seinen Träumen ersetzen. Er will unsere Hoffnungen mit ihm selbst, der personifizierten Hoffnung, ersetzen.

Das ist mühevoll, aber es befreit auch. Und trotzdem ein schwerer Weg, den keiner gehen möchte, weil er weh tut. Aber Jesus selbst ist auch den schweren Weg gegangen. Ohne Kreuz, kein Ostern. Ohne Tod, keine Auferstehung. Das galt für Jesus, und das gilt auch für uns.

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Mittwoch, 16. April 2008

Der Weg den keiner gehen möchte - 1

"Wenn jemand mir nachfolgen will muss er sich selbst verleugnen..." (Jesus, Markus 8,34).

Das "sich selbst verleugnen" wird oft missverstanden. Das Wort das hier gebraucht wird bedeutet "widerstehen", "abweisen", "weigern" - nein sagen. Im Neuen Testament finden wir das Wort ziemlich häufig. Zum Beispiel, nachdem Jesus verhaftet wurde und Petrus seine Hände an einem Feuer wärmt. Drei mal wurde er gefragt ob er nicht zu Jesus gehört und drei mal verleugnete er, "Ich kenne ihn nicht." Verleugnen heißt soviel wie: "Ich kenne diese Person nicht."

Sich selbst verleugnen heißt also nicht unbedingt gewisse Gegenstände rauszuschmeißen. Es bedeutet auch nicht seinen Selbstwert aufgeben zu müssen. Es bedeutet nicht seine Gefühlen zu verweigern. Manche sagen einem ja, dass wenn man Freude an der Nachfolge hat, dann stimmt was nicht; aber sich selbst verleugnen heißt auch nicht, dass man die Freude rausschmeißen muss. Und: Sich selbst verleugnen heißt nicht, dass man den Verstand ausschalten muss.

Sich selbst verleugnen heißt zur eigenen Selbstherrschaft nein zu sagen. Nein zu sagen zu dem Ego in mir, dass regieren möchte, Ansprüche erhebt und Begierden stillen möchte. Das ist eine Entscheidung, die wir immer wieder treffen müssen: "Nein, ich verleugne mich selbst, ich kenne diese Person, dieses Ego in mir, nicht. Ich werde mich ihm / ihr nicht mehr unterwerfen."

Jesus sagt uns, dass wir zu uns selbst nein sagen müssen, damit wir zu ihm ja sagen können. Ein schwerer Weg, den keiner gehen möchte, weil er weh tut. Aber Jesus selbst ist auch den schweren Weg gegangen. Ohne Kreuz, kein Ostern. Ohne Tod, keine Auferstehung. Das galt für Jesus, und das gilt auch für uns.

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Der Weg den keiner gehen möchte - Intro

Es gibt Straßen und Wege auf der Welt, die will man nicht gehen. Die sehen schon ungemütlich und gefährlich aus, warum sollte man sich das antun?

Das zum Beispiel ist in Bolivien...



...das in China...


...und das in Sibirien.


Jesus hat gesagt, dass der Weg der Nachfolge auch nicht so ganz ohne ist. Jesus nachzufolgen ist schwierig und kostet. Und darum sind wir im Grunde auch nicht so wirklich scharf drauf Jesus nachzufolgen. Ein Blick in die Gemeinden zeigt uns, dass wir die Herausforderung nicht annehmen wollen oder können. Dort wo sich die Jesusnachfolger versammeln sehen wir:
- Neid (der andere hat was, was ich nicht habe)
- Konkurrenzdenken (ich will mehr erreichen als der andere)
- Streit (es muss alles so laufen, wie ich es mir vorstelle)
- Überempfindlichkeit (niemand schenkt mir Anerkennung)
...

Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Besitz verdient haben; wir basteln an unserer Zukunft ohne das Reich Gottes mit einzuplanen; und wir vergeuden unsere Reichtümer und Gaben um unsere eigenes Reich zu bauen. Typisch deutsch!? Oder sogar ein universales Problem?

In dieser kleinen Blogreihe will ich mal schreiben, wie sich Jesus die Nachfolge eigentlich vorgestellt hat.

"Aber kommt nicht, ehe ihr nicht die Kosten berechnet habt. Denn wer würde mit dem Bau eines Hauses beginnen, ohne zuvor die Kosten zu überschlagen und zu prüfen, ob das Geld reicht, um alle Rechnungen zu bezahlen?" Lukas 14,28

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Dienstag, 1. April 2008

Gewächshaus

Ein kleiner Gedanke für den Aprilstart. C.S. Lewis ist der Autor von einem richtigen Kracher: Mere Christianity (deutscher Titel: Pardon, ich bin Christ). Leider ist die deutsche Fassung, wie ich finde, nicht so Bombe wie die Englische.



Hier ein Gedanke aus dem Buch, über den ich heute nachdenken musste (frei aus dem Englischen...):

"Ein Christ ist, verglichen mit den Menschen um ihn herum, in einer anderen Ausgangslage. Die Menschen um ihn herum versuchen gut zu sein und hoffen dadurch Gott zu gefallen, falls es ihn gibt; oder - wenn sie denken, dass es ihn nicht gibt - tun sie Gutes in der Hoffnung von guten Menschen Anerkennung zu bekommen. Ein Christ hingegen weiß, dass all das Gute, was er tut aus dem Christusleben in ihm kommt. Wir glauben nicht, dass Gott uns liebt, weil wir gut sind, sondern dass Gott uns zu guten Menschen macht, weil Er uns liebt. Das Dach von einem Gewächshaus zieht ja keine Sonnenstrahlen an, weil es glänzt. Es wird glänzend gemacht, weil die Sonne darauf scheint."

Muss man vielleicht ein-, zweimal lesen. Ich find, das sagt so ziemlich alles aus. Und wie oft bin ich einer, der meint Gottes Anerkennung verdienen zu können (oder verdient zu haben), weil ich mich besonders gut finde. Hab heute wieder mal lernen dürfen, dass Gott es ist, der meine matten Scheiben zum Glänzen bringt!

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Mittwoch, 26. März 2008

Kühlschränke für diese Welt

Heute mal wieder was soziales. Muss sein. Aber erstmal dieser Clip:



Ok. *Räusper* Kommen wir zur Sache. Bjørn Lomborg ist ein umstrittener Umweltforscher aus Dänemark, der soeben mit seinem neuen Buch Cool it! die ganze Klimawandeldiskussion wieder mal angeschupst hat. Seiner Meinung nach ist die Darstellung in den Medien zu den Folgen des Klimawandels übertrieben, weil die niedlichen Eisbären eigentlich gar nicht aussterben, sondern von Jägern erschossen werden. Lomberg schreibt, dass es besser wäre, wenn man Zeit und Geld in die humanitären Probleme dieser Welt, wie Unterernährung, Wasserversorgung, Krankheiten und Bildung, investieren würde.



Lomberg schreibt: "Es gibt viele Probleme da draußen. In einer idealen Welt würden wir all diese Probleme lösen. Aber das tun wir nicht. Wir lösen nicht alle Probleme." Und da hat er Recht. Und der Menschheit kann ich das irgendwie auch nicht all zu übelnehmen. Aber als Christ muss ich mich selbst und meine "Artgenossen" fragen, warum wir uns soweit von den Problem der Welt zurückgezogen haben. Es kann doch nicht sein, dass wir uns als aktive Bekämpfer der Weltprobleme bezeichnen, nur weil unsere Ortsgemeinde ein paar Missionarsfamilien nach Afrika ins Krankenhaus geschickt hat.

Wir sind Bürger im Reich Gottes, richtig. Aber das Reich Gottes hat auch schon angefangen, und das vergessen wir irgendwie. Wir freuen uns so sehr auf den Himmel, dass uns der Planet Erde egal geworden ist, ja, dass wir nicht mal mehr wissen, was wir hier mit unserer Zeit anfangen sollen. Klar, wir staunen über die Schöpfung, aber die Verantwortung ihr gegenüber haben wir irgendwie vergessen (1. Mose 1,28).

Als Bürger im Reich Gottes sollten wir uns auch benehmen wie solche - Friedenstifter, Gerechtigkeitskämpfer, Freudeschenker. Und das hebräische Wort Shalom bedeutet genau das: Frieden, Gerechtigkeit und Freude. Die Welt sähe anders aus (und Lomberg wäre glücklich), wenn wir Christen diese drei in die Welt bringen würden.

Jesus hat gesagt, dass wir das Salz der Erde sind. Die Volxbibel hat das ganz wunderbar übersetzt mit: "Ihr seid wie ein Kühlschrank für diese Welt. Ohne euch würde alles Gute vergammeln" (Matthäus 5,13). Das bringt es auf den Punkt, weil zu Jesu Zeiten das Salz dazu verwendet wurde, Lebensmittel länger frisch zu halten. Und in der Zeit des Klimawandels, in welcher Form auch immer, hat dieser Satz eine ganz neue Bedeutung.

Drum kann ich nur nochmals für den P.E.A.C.E. Plan Werbung machen. Es wird wirklich Zeit, liebe Geschwister! Wer niemals anfängt, wird auch nie etwas zustande bringen. In diesem Sinne: Save a tree, eat a beaver.


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Dienstag, 18. März 2008

...für dich gebrochen.

Osterhasen und Schokoladeneier find ich gut. Ferien auch. Und Jesus sowieso. Weil Ostern ist ja sein Fest. Verraten, verhaftet, verhört, verurteilt, gekreuzigt, begraben - und dann am dritten Tage ist er auferstanden von den Toten. Er lebt und wir sollen auch leben. Wir sind erlöst, frei, wieder gut mit dem Vater...

Und jetzt erschrecke ich einmal mehr über mich selbst wie selbstverständlich ich das alles hin nehme, und wie kalt es mich eigentlich lässt. Die' Kreuzigung war natürlich furchtbar, aber ich weiß ja, dass es nachher gut ausgeht. Happy End! Also mache ich an Karfreitag wieder einen auf betrübt und zwei Tage später setze ich mein erlöstes Lächeln auf und grüße die anderen Gemeindemitglieder beim Osterfrühstück mit: "Der Herr ist wahrhaftig auferstanden." Alles ist wieder im Grünen und darum suchen wir jetzt die Schokoladeneier. Aber was Jesus für mich getan hat lässt mich im Grunde kalt.

Liegt es daran, dass wir aus der Ostergeschichte eine Frühjahrsurlaubtradition gemacht haben? Liegt es an dem bösen Osterhasen, der von der Hauptsache ablenkt? Liegt es daran, dass man die Ostergeschichte vielleicht zu oft erzählt hat? Aber kann man sie nicht oft genug hören? Ich frage mich beim diesjährigen Osterfest, wie es wohl den Jüngern damals ergangen ist. Sie wussten ja nichts von dem Happy End. Ich versuche mich in ihre Situation hineinzuversetzen, ihre Unterhaltungen (oder ihr Schweigen) zu hören, ihre Trauer zu spüren, der Selbstvorwurf, das Gefühl auf etwas reingefallen zu sein... denn der Meister ist tot.

Im Garten Gethsemane, als Jesus seine Freunde brauchte, sind sie eingeschlafen. Als Jesus verhaftet wurde rannten sie davon. Während Jesus von Hannas und Kaiphas verhört wurde, verleugnet Petrus drei mal, dass er Jesus kennt. Und Judas hatte genug von Jesus und verriet ihn an seine Mörder. Sie hatten ihn alle im Stich gelassen – und jetzt war er tot.

Zwei von ihnen liefen auf der Straße nach Emmaus. Man sah ihnen an, dass sie traurig waren. Ihre Körperhaltung war gebeugt, ihre Gesichter bekümmert, ihre Bewegungen langsam. Sie schauten sich nicht an, sprachen kaum ein Wort miteinander. Und obwohl sie die Straße entlang liefen, hatten sie kein wirkliches Ziel. Sie gingen nach Hause, doch Zuhause war nicht mehr die Heimat.

Es war erst einige Jahre her, als sie jemanden trafen, der ihr Leben verändern sollte. Sie ließen damals alles zurück und folgten diesem Fremden und seinen Freunden nach. Und er machte alles neu, er gab ihnen einen Lebenssinn und ein Ziel. Sie hörten ihn predigen, sahen wie er Menschen heilte und Sündern ihre Schuld vergab. Sie dachten, er wäre der Messias, der das Volk befreien würde. Doch nun war er tot. Die Hoffnung wurde begraben. Aus Alles wurde Nichts. Sie hatten ihn verloren, und nicht nur ihn, sondern auch sich selbst.

Nach einer Weile nahte sich ihnen der Auferstandene und er ging mit ihnen, aber sie erkannten ihn nicht. Sie erzählten ihm was geschehen war, denn er hatte offensichtlich nichts davon mitbekommen. Am Abend luden sie ihn zum Essen ein und als er das Brot brach... da erkannten sie ihn plötzlich! Unbeschreiblich, unfassbar, ja unglaublich, und doch wahr. Im selben Moment verschwand er von ihnen. Sie gingen sofort zurück nach Jerusalem – diesmal rannten sie so schnell sie konnten – um dort den anderen Jüngern zu erzählen: "Der Herr ist wahrhaftig auferstanden."

Wie wünsche ich mir dieses Feuer, diesen Tatendrang, diese Freude über den Auferstanden, die mich zu anderen hin bewegt um ihnen von dem lebendigen Jesus zu erzählen. Der Jesus, dem ich so oft untreu bin, den ich so oft im Stich lasse und der sich doch selbst hingeben hat und zu mir sagt: "Nimm, für dich gebrochen."

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Montag, 10. März 2008

Hörenswert: Cacau im Jesustreff

Am Samstag hat er noch mit 2 Toren Werder Bremen abgeschossen...


und dafür sind wir ihm alle dankbar...


... am Sonntag war er dann im Jesustreff und hat gepredigt: Cacau vom VfB Stuttgart.


Hier kannst du dir seine Predigt anhören.

Ein Punkt, den ich hier nochmal hervorheben möchte: "Wir sollen getrennt von der Welt leben, dass die Leute merken, dass wir anders sind. Nicht dass du immer nur erzählst sondern auch danach lebst!" Wie das geht zeigt uns Uli Hoeneß:


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Donnerstag, 6. März 2008

Gesellschaftliche Entwicklungen... Der Versuch einer Analyse

Das Evangelium wird immer durch das Medium "Gesellschaft" vermittelt. Deshalb muss die Kirche "gesellschaftsrelevant" sein, wenn sie dem Missionsauftrag treu sein möchte. Ich bin überzeugt, dass es für Christen absolut wichtig ist, die Gesellschaft, in der sie sich bewegen zu studieren und Einflüsse wahrnehmen und identifizieren. In letzter Zeit begegne ich da so einigen ganz interessanten Entwicklungen, die ich hier gerne mal aufschreiben möchte. Vieles davon ist subjektiv, aber ich beobachte...

... ein zunehmendes Interesse in Esoterik.

Seit einigen Jahren schon gibt es immer mehr TV Sender, die auf Astrosendungen schwören. Die Zuschauer können anrufen um vom Kartenleser oder Sterndeuter Antworten auf ihre Lebensfragen zu bekommen. Seit einigen Wochen boomen nun die esoterischen Mega-Seller, die die Erfüllung aller Wünsche garantieren: Du kannst alles haben oder sein, was Du willst. Am erfolgreichsten sind in Deutschland: der Film- und Fernsehstar Pierre Franckh, die Fotoreporterin Bärbel Mohr, die Spiritisten Esther & Jerry Hicks, der verurteilte Titelhochstapler "Prof. Dr." Kurt Tepperwein und neuerdings die australische Fernsehproduzentin Rhonda Byrne mit ihrem Millionen-Buch- und DVD-Hit "The Secret - Das Geheimnis". Im Radarschatten der Öffentlichkeit hat sich eine neue Bewusstseins-Industrie etabliert: Extrem-Wünsching. In Büchern und DVDs verbreiten die Bestseller-Gurus eine verführerische Botschaft: Das Universum ist ein gigantisches Versandhaus und sendet dir alles, was du willst. Egal, ob Autos oder Jobs, Sexpartner oder Krebs weg. Du bestellst, das Universum liefert. Sofort. Mit Garantie. Einziges Investment: der Glaube, dass es klappt.

("The Secret" von Rhonda Byrne)



... eine zunehmende Faszination an der Mystik.

Im Abendprogramm der Haupt-TV-Sender sieht man schon seit Jahren TV-Shows wie "Buffy im Bann der Dämonen", "AkteX", "Sabrina Total verhext", "Ghost Whisperer Stimmen aus dem Jenseits" oder "Angel, Jäger der Finsternis". Dazu gibt es auch schon seit einer Weile die vermeintlich “wissenschaftlichen” Sendungen wie "Galileo Mystery". Seit Anfang 2008 dominiert jedoch die Sendung "The Next Uri Geller" die Einschaltquoten, eine Castingshow die den Nachfolger von Magier Uri Geller gesucht und gefunden hat. Uri Geller behauptet von sich übernatürliche Kräfte zu haben. Anlässlich der TV-Show liess die Fernsehzeitschrift "TV Guide" den Glauben an übersinnliche Phänomene befragen. Ergebnis: Jeder Vierte ist überzeugt, dass Tischerücken und Löffelverbiegen allein durch Gedanken möglich ist. Übernatürliches ist schwer im Kommen!

("The Next Uri Geller" Pro7)



... ein zunehmender Einfluß des Humanismus.

Die Postmoderne ist die Zeit, in der alles relativ ist. Absolute Wahrheiten gibt es nicht mehr. Alles wird toleriert, ausgenommen Ideologien, die die Wahrheit für sich beanspruchen (ironisch eigentlich). Dass an diesem Punkt Gesellschaft und Glaube aneinander gerät war vorauszusehen. Das Kinderbuch "Wo bitte geht's zu Gott" ist derzeit ein Bestseller. Es will Kinder auf humorvolle Weise über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam aufklären. Die Frage, ob einem religionsfreien Kind "etwas fehlt", wird dabei aus der Perspektive des weltlichen Humanismus beantwortet: "Und die Moral von der Geschicht': Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht ..."

("Wo bitte geht's zu Gott" von Michael Schmidt-Salomon)



... eine zunehmende Offensive gegen Evangelikalismus.

Die eben beschriebene Intoleranz gegenüber Religion beobachte ich derzeit als aggressiver als zuvor. Die Angst vor dem Fundamentalismus im Islam dominiert schon seit dem 11. September die westliche Gesellschaft. Dass Fundamentalismus aber nicht nur ein muslimisches Problem ist, sondern auch ein christliches wird erst jetzt mehr und mehr wahrgenommen. Sicherlich ist die derzeitige Christival-Debatte ein gutes Beispiel für diese Entwicklung: Evangelikale können Homosexualität nicht tolerieren und sind deshalb Fundamentalisten und somit eine gesellschaftliche Gefahr. Neben der Christival-Debatte gibt es derzeit mehrere TV-Dokumentationen, die den Evangelikalismus als eine Bedrohrung präsentieren, wofür sie von der breiten Masse sowie von Filmkritikern viel Zustimmung erhalten. Der amerikanische Film "Jesus Camp" dokumentiert ein Sommerferienlager, in dem Kinder einer emotionalen Gehirnwäsche unterzogen werden. In Deutschland macht derzeit der Film "Jesus liebt dich" auf sich aufmerksam, weil der die Evangelikalen als fanatische Missionare portraitiert. Für die meiste Furore sorgt sicherlich der Film "Zeitgeist", in dem der christliche Glaube durch astrologische "Beweise" als größe Lüge aller Zeiten dargestellt wird.

(Ein Ausschnitt aus dem Film "Zeitgeist" - englisch)


Diese Entwicklungen sind erschreckend, aber keinesfalls erstmalig in der Geschichte der Menschheit. Es ist interessant, dass die Christen nun nach etwa 17 Jahrhunderten der "Kirchendominanz", erstmals wieder so stark mit dem Säkularismus konfrontiert sind. Unsere Welt gleicht der griechisch-römischen Welt zur Zeit Jesu in erstaunlich vielen Bereichen.

Sicherlich haben wir durch die Industrialisierung einen ganz anderen Lebensstandart errungen. Durch die Aufklärung sind wir im Stande zu diskutieren und lösen nicht jede Meinungsverschiedenheit mit Blutvergießen. Und dank Internet und Kommunikation sind wir globalisiert. All das ist anders.

Aber als die Jünger in Jerusalem anfingen, und dann nach Judäa und Samarian und schließlich in die ganze Welt gingen um seine Zeugen zu sein (Apostelgeschichte 1,8), waren sie mit einer Welt konfrontiert, die spirituell pluralistisch war, in Magie und Mystik glaubte, Absolutheiten nicht tolerierte und von neuen Philosophien wie Gnostizismus, Stoa und Epikureismus geformt und geprägt wurde.

Wenn die Jünger es schafften, Jesus in dieser Welt kund zu machen, dann ist es uns doch auch möglich, die Gute Nachricht von Jesus in unsre Gesellschaft zu bringen. Das Christentum als Brauch mag tot sein (und das ist vielleicht sogar ganz gut so), aber Christus lebt und sein Vater will, dass "jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt" (1 Tim 2,4).

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Montag, 3. März 2008

Christliche Musicvideos

Hier die Besten, unkommentiert.

Steve Hughes - Takeaway


Arne Kopfermann - Vergiss es nie


Tim Hawkins - Take the Reel



:)

Donnerstag, 28. Februar 2008

Jesus und Coca-Cola

Das hier ist John Stith Pemberton, der Mann der 1886 Coca-Cola erfunden hat:


Ist es nicht erstaunlich, dass...
... 97% der Weltbevölkerung den Namen "Coca-Cola" bereits gehört haben.
... 72% der Weltbevölkerung schon mal eine Coca-Cola-Dose gesehen haben.
... 51% der Weltbevölkerung schon mal Coca-Cola probiert haben.
Und das obwohl Coca-Cola erst seit 122 Jahren existiert.

Das Christentum gibt es nun fast seit 20 Jahrhunderten. Und man geht davon aus, dass...
... 1/3 der Weltbevölkerung den Namen "Jesus" noch nie gehört haben.
... 1/3 der Weltbevölkerung Christen sind.

Das Christentum gibt es 20x so lange wie Coca-Cola und trotzdem ist Coca-Cola weiter verbreitet als die Botschaft von Jesus. Liegt es daran, dass Coca-Cola verstanden hat, dass ihr "Produkt" für alle ist, während wir Christen (bewusst oder unbewusst) unser "Produkt" nur einer ganz bestimmte "Zielgruppe" - den Guten - nahebringen wollen.



Wenn Cola es schafft, die ganze Welt zur "Coke-Side of Life" einzuladen, dann sollten wir Christen es doch auch schaffen, die ganze Welt zur "Jesus-Side of Life" einzuladen. Wie schaffen wir das? So manches können wir uns ja bei Coca-Cola abschauen:



Die neue Cola-Ideologie beschreibt Marc Mathieu von der Coca-Cola Company so: "Wir leben in einer Welt, in der wir jeden Tag Entscheidungen treffen müssen. Die "Coke-Side of Life" soll die Menschen ermutigen positive Entscheidungen zu treffen. Diese neue Kampagne lädt die Menschen ein ihre eigene positive Realität zu erschaffen, spontan zu sein, dem Herzen zu folgen und in bunten Farben zu leben. Das Leben schmeckt besser mit Coca-Cola."



Liebe Christen, die klauen uns den Auftrag!

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Freitag, 22. Februar 2008

Dave empfiehlt: For The Bible Tells Me So

Um den letzten Blogeintrag zum Thema Homosexualität mal weiterzuführen, möchte ich Daniel Karslake's Dokumentation "For the Bible tells me so" (2007) empfehlen.



Der Film möchte hinterfragen und erzählt die Geschichten von fünf Familien in den USA, deren Bibelverständnis auf den Prüfstein gelegt wurde als ein Familienmitglied bekannte homosexuell zu sein. Was den Film so stark macht ist, dass die Beteiligten selber erzählen und dass das Gesagte vom Sprecher meist unkommentiert bleibt. Dazu gibt es Interviews mit christlichen Denkern wie Bischof Desmond Tutu aus Südafrika oder Rev. Peter Gomes von der Havard Universität.

Hier der Trailer:


Ich würde bei weitem nicht alles unterschreiben wollen, was der Film aussagen möchte. Und natürlich ist es ein Film, der im amerikanischen Kontext zu Hause ist. Trotzdem ist es gesund selber mal nachzudenken und zu hinterfragen, denn so arg anders ist es ja bei uns auch nicht, wie die Christival-Debatte zeigt. Eins macht der Film sehr deutlich: Die Homophobie unter den Evangelikalen, die Feindseligkeit Schwulen und Lesben gegenüber, ist zerstörend und vernichtend und alles andere als christlich.

Wer den DivX Webplayer installiert hat, kann den Film hier anschauen.

Daniel Karslake erzählt in einem Interview: "Nach der Filmvorführung auf dem Sundance Film Festival kam eine Frau zu mir und sagte mir: 'Ich bin eine wiedergeborene Christin!' Ich dachte schon, so, jetzt geht's wieder los... Doch sie sagte mir: 'Ich wollte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie die Welt daran erinnern, was die eigentliche Botschaft von Jesus ist.'"

Und dann sagt Karslake einen Schlüsselsatz: "The church should be about bringing people together, not pushing people away." ("Die Kirchen sollten Menschen zusammenbringen, und nicht Menschen wegschupsen.")

Aber schau es Dir selber an und denk selber mal drüber nach... :)

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Der Homo am Straßenrand...

Wer zur Zeit ein bisschen verfolgt wie sich die Christen und die Grünen zoffen, der mag denken, was ist denn nun schon wieder passiert? Auslöser für die Debatte ist das Christival, das Anfang Mai in Bremen stattfinden wird. Dort sollte ein Seminar zum Thema "Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung" stattfinden, was zugegebenermaßen bei einer Veranstaltung in dieser Größenordnung vielleicht wirklich etwas deplaziert ist (dafür lassen sich ja genügend andere Foren finden). Volker Beck, erster parlamentarischer Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag hat dann im Januar das Christival kritisiert, dass solch ein Seminar dort angeboten wird.

Die Christivalmacher strichen daraufhin das Seminar - nicht weil sie der Politik nachgeben wollten, sondern um zu vermeiden, dass es beim Christival um eine ethisch-moralische Frage geht. Jetzt gab Volker Beck in der Berliner Zeitung taz ein Interview, in dem er nochmal nachlegt. Daraufhin schrieb Hartmut Steeb von der evangelischen Allianz einen Brief an Beck, der sich wiederum in einer Email an Steeb wehrte. Kurzum, man redet im Kreis rum und man fragt sich, wie man dort hingekommen ist.

Da die ersten Christen jetzt schon wieder protestmarschieren - "Hängt die Grünen solange es noch Bäume gibt!" - dachte ich, wird Zeit mal wieder zu bloggen - ha! Und so schreib ich jetzt mal meine Gedanken auf, mit denen ich so zu kämpfen habe. Schon seit einiger Zeit gehen mir diverse Fragen durch den Kopf und die Tatsache, dass ich darauf keine leichten Antworten finde, verdeutlicht nur wie komplex das ganze Thema eigentlich ist, gerade für uns Konsis, die ganz gerne an dem traditionellen christlichen Verständnis festhalten, dass homosexuelles Handeln gegen Gottes Willen ist. Hier sind einige der Fragen, die mich immer wieder beschäftigt haben:

- Gibt es Stellen in der Bibel in denen es um eine gegenseitig liebende Homo-Beziehung in Verbindlichkeit und Treue geht?

- In der Geschichte der Christenheit gab es immer wieder welche die aus "christlicher Überzeugung" für Dinge wie Sklaverei, Kreuzzüge, Unterordnung der Frau etc gekämpft haben - kann es sein, dass wir an diesem Punkt genauso falsch liegen, wie unsere Glaubensgeschwister aus den anderen Jahrhunderten an anderen Punkten falsch lagen? Und wenn es möglich ist, dass wir vielleicht doch daneben liegen, sollten wir dann nicht viel vorsichtiger mit dem ganzen Thema umgehen?

- Wie predigt man denn, dass Homosexualität gegen den Willen Gottes ist, ohne jetzt die Psyche und den Glauben von den Vielen zu schädigen, die wirklich damit kämpfen und ihre Sexualität hinterfragen?

- Wie kann man einem Homosexuellen erklären, dass Gott sie unendlich liebt und dass er Ihn auch anbeten darf? Wie soll das denn einer begreifen, wenn man ihm die Liebe verbietet?

Puh, gut, dass das alles im Internet ist, sonst hätte jetzt schon so manch einer den ersten Stein gehoben und auf mich abgefeuert, oder? Ich bin ganz ehrlich und sag, dass ich mit den Antworten auf diese Fragen wirklich ringe. So einfach, so schwarz-weiß ist es nämlich leider nicht. Und dadurch, dass es soviel potenzielle Streitereien um dieses Thema gibt und sich daran wirklich die Geister (der Christen) scheiden, möchte ich eine ganz simple Frage stellen: Gibt es für uns alle einen gemeinsamen Ausgangspunkt, an dem wir ansetzen könnten?

Ich denke, den gibt es, und es ist eins der Fundamente von Jesu Lehre. Als er gefragt wurde, was denn das wichtigste Gebot sei, da antwortete er, "'Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!' Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ein weiteres ist genauso wichtig: 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.'" (Matthäus 22,37-39). Wenn wir uns alle sonst uneins sind, darin sollten wir uns einig sein - wir sollen die Homosexuellen lieben wie uns selbst. Ob du nun für die Homoehe bist oder dagegen; ob du dafür bist, dass ein Homosexueller Bischof wird oder dagegen... darin sind wir uns hoffentlich einig - Liebe. Johannes schreibt: "Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe." (1 Johannes 4,8).

Jetzt mögen manche schon wieder Steine werfen wollen, weil ich jetzt wie so ein sozialer Hippie rüberkomme. Aber lasst uns das mal fertig denken. Jesus wurde dann nämlich gefragt, "Und wer ist denn mein Nächster?" (Lukas 10,29). Und Jesus erzählt dann die bekannte Geschichte vom barmherzigen Samariter.



Ich war und bin nicht schwul, deshalb hab ich hier nicht soviel Autorität sowas zu sagen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele Homosexuelle verletzt worden sind. Von wem? Na, überleg mal... Den Steinwerfern, uns Christen!!!

Die Frage für uns ist eigentlich: Wie kann die Gemeinde Gottes ein barmherziger Samariter für die Homosexuellen sein? Kriegen wir das hin? Oder können wir wirklich nur die lieben, die so sind wie wir? Man muss doch nicht mit jemand einverstanden sein, um ihn zu lieben, oder? Liebe ist nicht etwas, was man fühlt, sondern was man tut. Und ich denke, wir Christen, v.a. wir Evangelikalen, haben Jesus in diesem Punkt nicht gut reflektiert. Wir sind so gut geworden darin, den Leuten vorzupredigen wogegen wir sind. Zeigefinger raus und los. Hat Jesus das gemacht? Jesus war immer für die Leute, für Barmherzigkeit, für Gerechtigkeit...

Christivalseminar hin oder her, lasst uns barmherzige Samariter sein und nicht die Religiösen die an den Niedergetrammpelten vorbei laufen. Unsere Hauptsorge sollte sein, ob die Homosexuellen denn wissen, wie unendlich Jesus sie lieb hat. Unsere Sorge sollte sein, ob wir als Gemeinde Gottes und Leib Christi hier auf Erden diese radikale, verändernde, bedingungslose Liebe Gottes kommunizieren, repräsentieren und weitergeben.

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Dienstag, 5. Februar 2008

Die Geringsten.

Letzten Sonntag predigte mein Bruder Johannes im Jesustreff Stuttgart über die Verantwortung der Christen in der Welt. Wieso sind wir Christen oft nicht mehr als Geldgeber und die Hilfsorganisationen dürfen den ganzen Spaß haben? Wir sind Berufene, berufen selbst zu gehen, berufen Jesus in der Welt zu reflektieren... Seine Predigt (wirklich hörenswert) kannst du dir hier anhören:

Bono_und_der_Löwe.mp3

Passend dazu ein wunderbares Lied von Shaun Groves mit ein paar Bildern zusammengestellt von Heidi.



"Immer, wenn ihr was für Leute getan habt, die ganz unten waren, die Fertigen und Kaputten, dann habt ihr das im Grunde für mich getan." Jesus (Matthäus 25,40, Volxbibel)

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Freitag, 1. Februar 2008

Dave empfiehlt: The P.E.A.C.E. Plan

Wird Zeit, dass ich hier wieder mal was reinschreibe. Es war viel los in letzter Zeit, ich war unterwegs und im Dienst... (so muss des sein!). Heut möchte ich eine Initiative vorstellen, empfehlen, verbreiten.

Rick Warren ist ja vielen bekannt als Autor von Leben mit Vision und als Pastor der Saddleback Valley Community Church in Kalifornien. Die letzten Jahre trat er auch immer mehr als globaler Stratege zum Vorschein: "Acts of Mercy" ist ein Werk, dass sich um AIDS Kranke kümmert. "Equipping the Church" ist eine Pastorenschule für Gemeindeleiter in Entwicklungsländern.



Sein neuestes Projekt, der P.E.A.C.E. Plan, finde ich sehr bemerkenswert: Es geht darum die Christen in dieser Welt in Bewegung zu setzen. Wir haben eine Verantwortung um uns um den Rest der Welt zu kümmern.

Warren nennt die 5 großen Probleme, die im Moment die Welt beherrschen:
- geistliche Leerheit
- korrupte Politiker
- Armut
- Krankheiten
- Analphabetismus

Es gibt nicht genug Ärzte, die diese Probleme lösen könnten.
Es gibt nicht genug Lehrer, die diese Probleme lösen könnten.
Es gibt nicht genug Missionare, die diese Probleme lösen könnten.

Aber es gibt eine ganze Armee, die die Welt in und aus ihrem Leid helfen kann: die Gläubigen, die Christen, die Nachfolger des Auferstandenen, der Leib Christi. Die Menschen, die Sonntag für Sonntag in den Kirchen hocken um unterhalten zu werden. Wir müssen aufwachen! Nicht Zuschauer, sondern Mitmacher sein. Nicht Publikum sondern Streitmacht sein. Nicht Konsumenten sondern Produzenten sein.

Rick Warren schlägt folgenden Weg vor, um den Problemen in der Welt zu begegnen:
P lant churches - Gemeinden gründen
E quip leaders - Leiter ausbilden
A ssist the poor - den Armen helfen
C are for the sick - die Kranken versorgen
E ducate the next generation - die nächste Generation unterrichten

Das Ziel von P.E.A.C.E. Plan ist die Christen zu mobilisieren, aufzuwecken und weltweit miteinander zu vernetzen.

Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn die Christen sich mal in Bewegung setzen würden. Wenn nicht wir, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Und hier ein Videoclip, der gar nichts mit Rick Warren oder dem P.E.A.C.E. Plan zu tun hat, aber dennoch deutlich macht, wie es ist, wenn sich eine Gruppe von Menschen nicht bewegt:



:)

Freitag, 11. Januar 2008

Honig

In letzter Zeit mache ich mir immer wieder Gedanken über die Worte von Jesus aus Johannes 15,12-14: "Ich gebiete euch, einander genauso zu lieben, wie ich euch liebe. Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage."

Ich find das ein Hammerauftrag und ziemlich schwer. Wie kann ich denn andere so lieben, wie Jesus uns geliebt hat? Scheint mir schier unmöglich. Dennoch ist es das, was Jesus von uns, der Gemeinde möchte. Und ich brauch nicht lange über mich selbst nachzudenken, bis ich feststelle, dass ich nicht wirklich ein liebender Mensch bin. Und für mich ist die Gemeinde oft alles andere als liebenswert, und von den Sündern in der Welt fang ich gar nicht erst an.

Uups! Da stimmt aber was bei mir nicht. Im letzten Post "unchristlich" habe ich das auch schon geschrieben: Jesus liebt alle Menschen, wir Christen tun das nicht. Und ich denke, es fällt uns häufig schwer unsere geistlichen Geschwister zu lieben, die Leute in der Gemeinde. Geht es dir auch so? Also, ich kann mich so über andere ärgern und mich aufregen. Von Liebe keine Spur. Und dann fang ich an mich zu isolieren und mein eigenes Ding zu machen nach dem Motto "Jesus und ich - ein starkes Team"... Aber das ist ungesund und nicht das was Jesus im Sinn hatte.

Heute bin ich über ein wunderbares Bild gestolpert. Die Gemeinde als Honigwabe.



Biounterricht, Flashback: Eine Honigwabe hat ein sechs-eckiges Muster und jede Wabe hat direkten Kontakt zu sechs anderen Waben. Ein Bienenstaat besteht ja aus hunderten solcher Waben, alle miteinander verbunden. Wenn eine Wabe beschädigt ist hat das Auswirkungen auf die anderen sechs drumrum.

So sollte Gemeinde sein: Jeder ist individuell was besonderes und notwendig in der Gemeinde. Aber keiner ist besser als die anderen. Jeder ist vom anderen abhängig, weil alle miteinander verbunden sind. Wenn einer lacht, dann sollten alle Waben drumrum spüren wie die Wände wackeln. Wenn einer weint, dann sollten alle Waben drumrum nass werden.

Ich glaube, das ist es. Einheit und Liebe in der Gemeinde. Paulus schreibt: "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden." (Römer 12,15).

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Samstag, 5. Januar 2008

Unchristlich.

Tag zusammen, hoffe alle sind im Jahr 2008 angekommen!?

In den USA macht gerade ein Buch mit dem Titel unchristian auf sich aufmerksam. David Kinnaman ist Vorsitzender des Barna Instituts, eine Einrichtung die Gemeinde- und Gesellschaftstrends erforscht und Statitisken erstellt. Zusammen mit Gabe Lyons schrieb Kinnaman nun dieses Buch, in dem es darum geht wie die junge Generation von heute, also die Menschen im Alter von 16-29 Jahren, die Christenheit betrachtet.



Außerdem wirken bei diesem Buch schlaue Köpfe wie Andy Stanley, Chuck Colson, Jim Wallis, Louie Giglio, Sarah Cunningham, Andy Crouch, Rick Warren und Brian McLaren mit - falls diese Namen jemanden etwas sagen... Gabe Lyons war im Dezember auf CNN um das Buch vorzustellen:



Ich empfinde das ziemlich erschreckend: 90% der Befragten sehen Christen als Gegner der Homosexualität, 87% sagten, dass Christen verurteilend sind, 85% meinten, Christen seien scheinheilig und 75% finden, dass sich die Christen zu sehr in die Politik mit einmischen. Puh! Kinnaman und Lyons haben festgestellt, dass die Gemeinde Jesu (und damit Er selbst) ein unglaubliches Imageproblem haben. Sicher, das Buch basiert auf eine amerikanische Studie, aber ich denke, das wird hier in Westeuropa nicht viel anders sein.

Da mag es jetzt welche geben, die sagen: "Natürlich sind wir gegen die Sünde und deshalb auch gegen Homosexualität." Und natürlich sollten wir uns auch in die Politik mit einmischen." Das mag richtig sein. Die Frage ist aber vielmehr, ob das wirklich die Hauptsache ist. Die Christen in der Welt sind bekannt dafür, dass sie dagegen sind, und nicht dass sie dafür sind. Damit meine ich, dass die Leute ganz genau wissen, was wir Christen alles ablehnen und nicht tolerieren. Das haben wir allen so deutlich gemacht - mit soviel Energie, Kraft und Einsatz - dass die Menschen nun nicht mehr wissen, wofür wir eigentlich sind.

Zeit umzudenken. Hier ein Interview mit David Kinnaman:



Jesus liebt alle Menschen, wir Christen tun das nicht. Oder provozierender formuliert: Wir Christen sind im Grunde ziemlich un-christlich.

Das Buch will auch neue Wege aufzeigen, wie wir Christen ein "positiver Duft" in der Gesellschaft sein können.

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