Dienstag, 30. Oktober 2007

Der Himmel auf Erden?

Vor einigen Wochen hatte ich das große, große Vorrecht auf der Eurasia Conference 2007 der Church of the Nazarene den Lobpreis zu leiten. Über 500 Nazarenerpastoren aus ganz Europa und Asien trafen sich in der Türkei zu diesem gigantischen Event. Hab sowas wirklich noch nie erlebt!! Da waren Pastoren aus dem Nahen Osten, die da im Kriegsgebiet ihren Dienst tun - und man sollte meinen, die sind ausgebrannt und entmutigt. IM GEGENTEIL! Das waren die mit Feuer im Herzen, brennende Jesusnachfolger, deren Glauben mich echt herausgefordert hatte. Gegen die - und das ist mir echt peinlich - sind wir "westlichen" Pastoren mit unseren Methoden und Postmodernegelaber echte Schlafnasen (will hier aber niemand auf die Füße dappen).

Was mich wirklich begeisterte waren die Anbetungszeiten. In Jesaja 24,16 steht: "Vom Ende der Erde her hören wir sie singen: 'Gebt Ihm die Ehre, er hat für Recht gesorgt.'" (GN). Wow! Auf dieser Konferenz kamen sie echt vom Ende der Erde und alle haben zusammen für IHN gesungen. Gänsehautfeeling ohne Ende. Das ist schon demütigend, wenn du da auf der Bühne stehen darfst und du siehst die Menschen aus aller Welt, vereint in Christus. Ich nehme mal an so (aber nur noch viel besser!!!) wird's im Himmel mal sein.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Dave empfiehlt: Jesustreff Podcast

Also, das ist jetzt wirklich eine ganz feine Sache. Der Jesustreff, eine Gemeinde in Stuttgart in der ich gerade ein Praktikum mache, hat nun einen Podcast. Tataa:



Da kann man sich die Predigten der Gottesdienste anhören, runterladen, auf den iPod ziehen etc... Tipp: Die Predigt zum Thema "You Must Increase". :)
Voraussetzung ist, dass du iTunes auf deinem Rechner installiert hast (wenn du das noch nicht hast, dann ist es sowieso an der Zeit...). Und dann einfach auf den Link hier klicken.

Sehenswert ist auch die neugestaltete Website vom Jesustreff. Schau mal vorbei!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Christians rock hard

So einfach geht's: Die christliche Rockband. Die Southparkjungs, sonst sicherlich diskussionswürdig, machen es uns vor:



Zentrale Aussage: Christliche Musik ist simpel, ihre Anhängerschaft anspruchslos und auf typische christliche Schlagwörter getrimmt. Da ist wohl traurigerweise was dran... Bitte, bitte keinen Anstoß nehmen! Wie gesagt ist Southpark nicht das Maß aller Dinge und sicher häufig unter der Gürtellinie - keine Frage! Ich finde es nur äußerst interessant, wie die Southpark-Macher die christliche Musikszene beobachten: Oberflächlich, soft und reine Heuchelei.

Eine Stimme in mir sagt mir, dass es an uns liegt ihre Meinung zu ändern...

Dave empfiehlt: Ben Cantelon



Ben Cantelon, Keyboarder von Tim Hughes und Musikpastor in der Soul Survivor Gemeinde in Watford, hat seine erste EP rausgebracht. Und sie rockt! Frische, coole Lieder für die Gemeinde, das Auto und das Wohnzimmer. Extremst empfehlenswert!

Den Download gibt's bei iTunes...

Go Ben!

Montag, 22. Oktober 2007

Was man NICHT machen darf, wenn man NICHT im Schwimmbad ist...



Ein sehr witziger Clip und den könnte man jetzt auch so stehen lassen. Aber ich will mich mal an einen Vergleich heranwagen. Kann es sein, dass wir Christen uns in unserem "Pool", der Gemeinde, anders benehmen als "da draußen in der Welt"? Es scheint mir so, als ob es Christen gibt, die in der Gemeinde kein damit Problem haben, laut zu beten, ihre Hände in die Luft zu heben oder auch mal auf die Knie zu gehen. Aber stell dir vor, du gehst mal in der Fußgängerzone auf die Knie...

Komisch? Ok, ein bisschen schon. Schrauben wir mal zurück.

Warum fällt es uns so schwer in einem Restaurant für das Essen zu beten? Wir starren lieber ganz andächtig auf das warme Essen anstatt die Augen zu schließen - weil das könnte ja komisch sein.
Und warum fällt es uns so schwer unserem Freund von dem zu erzählen, was wir mit Jesus erleben? Wir reden lieber über den Lokführerstreik oder über den Johannes B. Kerner anstatt über den zu reden, der uns doch am Wichtigsten ist - das könnte ja komisch sein.

Komisch? Ok, vielleicht schon. Na und? Dann werden die anderen dich eben für total verrückt halten - so wie im Videoclip. Aber lieber verrückt und auffallen für Jesus, anstatt in der Masse unterzugehen und keiner kriegt mit, dass ich Christ bin.

Oder?



PS: Der Post geht übrigens auch und in erster Linie an mich selber. Ich schaffs ja manchmal nicht mal "im Schwimmbad voll einzutauchen"...

Sonntag, 21. Oktober 2007

Ich lerne gerade...

... dass andere Menschen auch existieren und ich nicht der Einzige auf dem Planeten bin.

... dass Mode nicht Wahrheit ist, sondern dass Jesus die wichtigste Persönlichkeit der Weltgeschichte ist und dass das Evangelium die stärkste Waffe im ganzen Universum ist.

... dass ich keine Leidenschaft für sinnlose, leere Dinge haben sollte, sondern dass ich eine Leidenschaft für Gerechtigkeit, Gnade und Wahrheit entwickeln sollte.

... dass das allerwichtigste wohl ist, Menschen davon zu erzählen, dass Jesus sie mag, und sie sogar liebt.

... dass ich nicht mehr überlegen sein muss, reich sein muss, eine gewisse Position haben muss, aufsteigen muss, Applaus bekommen muss und berühmt sein muss - weil ich Jesus habe!

... dass ich nicht mehr Recht haben muss, der Erste sein muss, Annerkennung brauche, gelobt werden muss, ausgezeichnet werden muss, angesehen werden muss - weil ich Jesus habe!

... was es heißt aus dem Glauben zu leben, mich in Seiner Gegenwart zu neigen, in Geduld weiterzugehen, im Gebet aufgefangen zu sein und in und durch Seine Kraft zu wirken.


Und ich sag's euch... GAR NICHT SO EINFACH! :)

Me Worship

Passend zur Eselgeschichte gibt es jetzt noch den "Me Worship"-Clip.



Kinda says everything, doesn't it?

Samstag, 20. Oktober 2007

Die Geschichte von dem Esel

In letzter Zeit habe ich immer wieder mal eine kleine Geschichte als Predigtillustration erzählt. Das kam meistens gut an und deshalb hier die Geschichte von dem Esel.



Es war einmal ein Esel. Eines Tages kam er ganz besonders aufgeregt nach Hause. „Mama“, sagt der Esel, „du wirst niemals erraten, was mir heute passiert ist. Es war fantastisch! Ich stand am Zaun als zwei Männer zu mir kamen und mich geholt haben. Sie haben mich die Straße runtergeführt und alle sind aus ihren Häusern gekommen und sie haben mir alle zugejubelt und geklatscht, und die haben ihre Mäntel vor mir auf den Weg gelegt und die Reben von den Bäumen geschnitten und auch den Weg gelegt. Mama... ich war berühmt!! Die haben das alle für mich gemacht. Es war so wunderschön!“

„Oh, mein lieber Eseljunge“, sagte da die Mutter, „als die Menschen geklatscht und gejubelt haben, haben sie das nicht für dich getan. Die taten das für den, den du getragen hast.“ (aus Mike Pilavachi's Life beneath the Surface)


Lass mich dir sagen, lieber Pastor, lieber Worshipleader, lieber Jugendleiter: Du bist nur ein Esel! Der, den du trägst, ist wichtig – um den geht’s! Er muss wachsen, du aber musst abnehmen.

Freitag, 19. Oktober 2007

All-You-Can-Eat-Buffet

Wenn du dich schonmal bei einem All-You-Can-Eat-Buffet bedient hast, dann kennst du wahrscheinlich folgendes Szenario: Die Aussichten und Düfte bewirken in dir, dass du dir schon überlegst, was du "beim nächsten Mal nimmst", obwohl dein erster Teller noch gar nicht voll ist. Und dann fängst du an dich durchzuarbeiten und ehe du dich versiehst, ist auch dein erster Teller mit einem architektonisch genial erbauten Haufen der leckersten Speisen versehen. Kurz: Der Teller ist voll, da geht nichts mehr. Die weniger Erfahrenen nehmen sich jetzt einfach einen zweiten Teller und stapeln weiter. Aber der wahre Buffet-Veteran lässt selbstverständlich das Gemüse und die Beilagen weg und baut kleine Reistürmchen, damit der wahre Inhalt - das Fleisch - nicht vom Teller fällt...

Ich glaube, dass ich viel zu oft genauso mit Gottes Wort umgehe. Sei es aus der Bibel, aus Predigten, aus Büchern, aus Konferenzen, Seminaren, Andachten, Newslettern, Blogs... Das ist alles gut und richtig, aber je mehr es sich bei mir anhäuft, umso weniger weiß ich, was ich denn damit tun soll. Außerdem, hab ich nichtmal Zeit wirklich was damit anzufangen. Und so stapel ich mir immer mehr auf meinem "geistlichen Teller".

Und dann steh ich da mit einem überfüllten Teller, aber auch einen unbeschreiblichen Hunger nach MEHR von GOTT. Und dann frag ich ihn, dass er mir noch mehr auf meinen Teller gibt, noch mehr geistliche Nahrung - Weisheit, Offenbarung, Verstehen, Erkenntnis... das übliche eben. Und dann gibt mir Gott auf einmal das, nachdem ich gar nicht gesucht habe:

Die Erlaubnis. Die Erlaubnis zu essen.

So wie es sich dann herausstellt, habe ich mich fast zu Tode gehungert mit einem vollen Teller in der Hand. Und genau deshalb, verändert Gott meine Sichtweise: "Dave, du brauchst jetzt nicht noch mehr Nahrung. Was du brauchst ist Messer und Gabel! Nimm die Nahrung in dich auf!" Und das befreit. Das befreit, weil ich jetzt weiß, dass ich nicht jedes neue geistliche Buch lesen muss, und auch nicht zu jedem christlichen Seminar in meiner Umgebung fahren muss.

Rick Warren schreibt in seinem Buch "Leben mit Vision" (und das ist jetzt nicht wortwörtlich, nur sinngemäß): "Wenn die meisten Christen nicht so viel Bibelstudium machen würden, sondern all ihre Zeit darin investieren würden, das zu LEBEN, was sie schon WISSEN, dann wären wir viel weiter in unserer geistlichen Reife und Effektivität."

Hast du vielleicht auch zuviel auf deinem Teller - too much on your plate? Vielleicht ist es an der Zeit, Gott nach Messer und Gabel zu fragen.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Worshipleader oder Worshipcoach?

Warst du auch schonmal in einem Gottesdienst, wo sich ganz am Anfang von der Lobpreiszeit herausstellte, dass der Mensch, der eigentlich der Worshipleader sein sollte, in echt ein Worshipcoach ist? Weisst du, was ich meine? Er oder sie fängt dann plötzlich an zu erklären, warum wir anbeten, wie wir anbeten und was jetzt jeder machen soll: "Bitte jetzt alle frei fühlen und möglichst Hände hoch und abtanzen!"

Ich überlege mir da, ob das nicht alles komplizierter macht...

Und weisst du, was ich noch "schlimmer" finde. Wenn der Worshipleader/-coach dann anfängt eine Rede zu schwingen: "Ja, den nächsten Song hab ich an den Tag geschrieben an dem mein Hund gestorben ist..."

Machen wir uns noch nichts vor.

Es war John Wimber, der immer gesagt hat, "Worship is better caught than taught", zu deutsch etwa, "Worship kann man eher erfassen als erlernen." Ich glaube, da ist echt was dran. Die Leute kriegen schon selber raus, was sie machen sollen. Und wir brauchen nicht unbedingt 5 Minuten lang die Schafherde anbrüllen, nur damit sie so abgehen wir auf einer Hillsong DVD. Die Schafe laufen hinterher, wenn du vorausläufst. Da denk ich mir, dass es beim Worship leiten nicht so sehr um's dirigieren geht, sondern eher um's vorauslaufen.

Warum fangen wir nicht so an: "Hallo, ich bin der Dave und euer schlimmster Albtraum, ein Christ mit einer Gitarre. Lasst uns zusammen Gott anbeten." Und dann lauf los, die anderen kommen schon mit. Und Gott kümmert sich um den Rest.

Just a thought.

Los geht's!

So, hier also mein erster Post. Bin gespannt, was hier auf der Blogseite so alles laufen wird... Ich weiß das nämlich selber noch gar nicht so genau.

Warum noch ein Block? Nun, ich bin überzeugt davon, dass Bloggen einfach eine tolle Sache ist. Ich will das, was ich von Jesus lernen darf, nicht für mich behalten und hoffe, dass es dem ein oder anderen hilft. Ob da viel Weisheit dabei ist, weiß ich nicht... Ich will in jedem Fall offen sein, selber von anderen zu lernen und hoffe auf viel Feedback und Kommentare...